Was kostet ein Penetrationstest?
Der Preis eines Penetrationstests ergibt sich aus dem Aufwand, und der Aufwand aus dem Prüfobjekt, der Testtiefe und der Vorgehensweise. Diese Seite legt das Modell offen: Aufwand in Personentagen je Prüfobjekt, umgerechnet über eine marktübliche Tagessatzspanne von 1.000 bis 1.800 Euro netto. Ein Rechner überschlägt den eigenen Fall. Der verbindliche Festpreis entsteht nach dem Scoping-Gespräch, das Angebot folgt innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.
- Externer Perimeter: 3 bis 6 Personentage, rund 3.000 bis 10.800 Euro netto
- Web-Anwendung mit mehreren Rollen und API: 6 bis 12 Personentage, rund 6.000 bis 21.600 Euro netto
- Internes Netz bis 50 Hosts: 5 bis 9 Personentage, rund 5.000 bis 16.200 Euro netto
- Active Directory: 5 bis 10 Personentage, rund 5.000 bis 18.000 Euro netto
- Preisbestimmend sind Prüfobjekt, Testtiefe, Vorgehensweise, Kritikalität und Retest
- Die Leistung im Detail: Penetration Testing
- Anbieterauswahl: Penetrationstest-Anbieter in Deutschland
Preisspannen in Deutschland, Stand September 2026
Aufwand je Prüfobjekt in Personentagen, umgerechnet mit einem marktüblichen Tagessatz von 1.000 € bis 1.800 € netto. Orientierungswerte aus öffentlich einsehbaren Preisangaben deutscher Anbieter – keine Preise der Nica Systems GmbH.
Web-Anwendung, klein: 3–5 Personentage, rund 3.000 € bis 9.000 € netto
Bis rund 10 Seiten, eine Benutzerrolle, keine eigene API
Web-Anwendung, mittelgroß: 6–12 Personentage, rund 6.000 € bis 21.600 € netto
Mehrere Benutzerrollen, Rechtetrennung, angebundene API
Web-Anwendung, komplex: 12–25 Personentage, rund 12.000 € bis 45.000 € netto
Single-Page-Application, viele Schnittstellen, Zahlungs- oder Vertragslogik
API oder Schnittstelle: 3–8 Personentage, rund 3.000 € bis 14.400 € netto
REST oder GraphQL, Authentifizierung, Rechtetrennung, Geschäftslogik
Mobile App: 5–10 Personentage, rund 5.000 € bis 18.000 € netto
iOS oder Android, inklusive Backend-Kommunikation und lokaler Datenhaltung
Externer Perimeter: 3–6 Personentage, rund 3.000 € bis 10.800 € netto
Von außen erreichbare Systeme und Dienste, DMZ, Fernzugänge
Internes Netz, bis 50 Hosts: 5–9 Personentage, rund 5.000 € bis 16.200 € netto
Segmentierung, Dienste, Rechteausweitung im internen Netz
Internes Netz, bis 200 Hosts: 8–16 Personentage, rund 8.000 € bis 28.800 € netto
Mehrere Segmente oder Standorte, entsprechend größere Angriffsfläche
Active Directory: 5–10 Personentage, rund 5.000 € bis 18.000 € netto
Der Weg vom normalen Benutzerkonto zum Domänen-Administrator
Microsoft 365 und Entra ID: 4–8 Personentage, rund 4.000 € bis 14.400 € netto
Konfiguration, Conditional Access, Rechteausweitung, Gastzugänge
Cloud-Umgebung: 5–12 Personentage, rund 5.000 € bis 21.600 € netto
Azure oder AWS: Identitäten und Rollen, Netzarchitektur, Speicher, Protokollierung
Produktions- und OT-Netz: 8–18 Personentage, rund 8.000 € bis 32.400 € netto
Passive Aufnahme im laufenden Betrieb, aktive Prüfung nur nach Freigabe
Social Engineering: 3–7 Personentage, rund 3.000 € bis 12.600 € netto
Phishing-Kampagne, Vorwandanrufe, auf Wunsch Zutrittsversuch
Red-Team-Assessment: 20–50 Personentage, rund 20.000 € bis 90.000 € netto
Zielgerichtete Angriffssimulation über alle Wege hinweg, über Wochen angelegt
Was den Preis bestimmt
Prüfobjekt
Eine Web-Anwendung mit einer Rolle ist in Tagen geprüft, ein internes Netz mit mehreren Standorten nicht. Der Umfang ist der größte Hebel.
Testtiefe
Ein Scan mit Sichtprüfung findet Bekanntes. Logikfehler, Rechteumgehungen und verkettete Angriffe findet nur ein Mensch mit Zeit.
Vorgehensweise
Black Box kostet Aufklärungszeit, White Box vergrößert die Prüffläche. Grey Box liegt dazwischen und ist meist die wirtschaftlichste Wahl.
Kritikalität
Systeme, deren Ausfall oder Kompromittierung existenzbedrohend wäre, rechtfertigen mehr Prüfzeit als ein internes Werkzeug.
Retest
Ohne Nachprüfung bleibt offen, ob die Lücke wirklich geschlossen ist. Als Nachweis gegenüber Auditoren und Kunden ist sie meist unverzichtbar.
Testtiefe
Scan-gestützt
Automatisierte Prüfung mit manueller Verifikation der Funde. Findet Bekanntes, keine Logikfehler.
Manuell
Der Regelfall: manuelle Prüfung entlang OWASP und BSI-Leitfaden, Scanner nur unterstützend.
Vertieft
Zusätzliche Zeit für Geschäftslogik, Verkettung von Schwachstellen und Umgehung von Schutzmaßnahmen.
Vorgehensweisen
Black Box
Ohne Vorwissen. Realitätsnah, kostet aber Zeit für Aufklärung, die nicht in die Prüfung fließt.
Grey Box
Mit Testzugängen und Grundinformationen. Bestes Verhältnis aus Erkenntnistiefe und Aufwand.
White Box
Mit vollem Einblick in Konfiguration und Architektur. Höchste Abdeckung, entsprechend mehr Prüffläche.
Quellen und weiterführende Informationen
- BSI: Durchführungskonzept für Penetrationstests (Studie)
- OWASP Top 10 – die häufigsten Web-Schwachstellen
- FIRST: Common Vulnerability Scoring System (CVSS)
Zuletzt aktualisiert am · Inhaltlich verantwortlich: Christian Renkes, Geschäftsführer der Nica Systems GmbH.
Kontakt
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